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Neues Fahrzeug wird sehnsüchtig erwartet

Freiwillige Feuerwehr Hekeln bestätigen ihre Führungskräfte / 2977 Stunden im Einsatz

 
 

Von Hannelore Johannesdotter
Hekeln. Das Jahr 2010 war für die Freiwillige Feuerwehr Hekeln ereignisreich. Ihre 38 aktiven Mitglieder waren zu 27 Einsätzen unterwegs. Sie leisteten 2977 Stunden ehrenamtlicher Arbeit für das Feuerlöschwesen der Gemeinde Berne. "Wir werden immer öfter gerufen", bilanzierte Ortsbrandmeister Detlef Dierßen, sich noch an frühere Jahre mit nur drei jährlichen Einsätzen erinnernd.

Vom Großbrand in Ganspe war die Wehr gleich doppelt betroffen: Ihre Kräfte beteiligten sich am Löscheinsatz; ihr neues TSF-W konnte 2010 jedoch nicht mehr bestellt werden, da die Gemeinde das dafür eingeplante Geld kurzfristig in den Übergangs-Kindergarten investierte. Für 2011 ist das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank aber fest in den Haushalt eingestellt. Es wird das 20 Jahre alte TSF ersetzen.

Die 32 stimmberechtigten Mitglieder waren aufgefordert, ihre Führung - Ortsbrandmeister und Stellvertreter - neu zu wählen. Beide amtierenden - Detlef Dierßen und Inge Niekamp - stellten sich zur Wiederwahl. Gegenkandidaten traten keine an.

Die geheime Abstimmung ergab für Detlef Dierßen 20 Ja-Stimmen, elf Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Das entsprach nicht ganz seinen Erwartungen und ließ den Ortsbrandmeister kurz zögern, die Wahl anzunehmen. Inge Niekamp wurde mit 26 Ja-Stimmen wiedergewählt. Die Wahl gilt als Vorschlag, wird im Fachausschuss der Gemeinde nichtöffentlich diskutiert und muss vom Gemeinderat bestätigt werden.

Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp ernannte zunächst Alexander Haje zum Feuerwehrmann, Maike von der Pütten und Esther Schierenstedt zu Feuerwehrfrauen. Er beförderte Jörg Theilen zum Löschmeister, Sarah Krimmert zur Hauptfeuerwehrfrau. Karsten Windhorst und Alexander Haje zeigten sich 2010 als diensteifrigste Kameraden: Sie wurden zu Feuerwehrmännern des Jahres gekürt.

Am Nachmittag hatte bereits die Jugendfeuerwehr Hekeln ihre Hauptversammlung abgehalten. 13 Mitglieder - acht Jungen und fünf Mädchen - gehören ihr an. Sie wurden von Jens König, Sarah Krimmert und Stefan Imhoff betreut, die dafür über 1000 Stunden investierten. Die Jugendlichen zeigten mit 84 Prozent eine rege Dienstbeteiligung. Diensteifrigste waren Julia Harms und Alexander Haje.

Zu neuen Gruppenführern und Jugendsprechern wählten die Jugendlichen aus ihren Reihen Nikolai Bruns und Kim Kläner. Julia Harms führt bei ihnen das Protokoll. Die Jugendfeuerwehr ist für viele das Sprungbrett zu den Aktiven. Auch für Maik Beyer und Alexander Haje, die aus der Jugendfeuerwehr verabschiedet wurden.

 


Kindergarten in Berne brennt nieder
Von Barbara Wenke /Weserkurier v. 02.10.2010
Berne. Der Kindergarten im Berner Ortsteil Ganspe (Landkreis Wesermarsch) liegt in Schutt und Asche. Rund 130 Feuerwehrleute aus der gesamten südlichen Wesermarsch ist es am Freitagmorgen nicht gelungen, der Flammen Herr zu werden. Diese verschlangen den Kindergarten sowie eine angrenzende Turnhalle. Personen wurden nicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehr als eine Million Euro.

Der durch das Feuer völlig zerstörte Kindergarten. Die benachbarte Turnhalle brannte ebenfalls aus, nur die Grundmauern stehen noch.

Der durch das Feuer völlig zerstörte Kindergarten in Ganspe. Die benachbarte Turnhalle brannte ebenfalls aus, nur die Grundmauern stehen noch.

Der Notruf ereilt die Feuerwehrtechnische Zentrale in der Kreisstadt Brake um 4.22 Uhr. Sofort beginnen in Ganspe die Sirenen zu heulen. Nur drei Minuten später startet das erste Löschfahrzeug. Als die ersten Einsatzkräfte gegen 4.30 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Grundschule, Turnhallen und Kindergarten in Ganspe eintreffen, stellen sie fest, dass nicht wie gemeldet das kleine hölzerne Vereinsheim des Tennisvereins hinter den Turnhallen sondern der Kindergarten brennt. Und das lichterloh. Ein orangefarbener Lichtkegel erhellt die Nacht.

Von den Martinshörnern der Einsatzwagen aufgeschreckt, erwachen in der benachbarten Grundschule ein Dutzend Viertklässler, die dort im Rahmen einer Lesenacht geschlafen hatten. Deren Lehrerin benachrichtigt die Eltern, die ihre Zöglinge gegen fünf Uhr abholen. Der Unterricht wird abgesagt.

Vor den Augen der Grundschüler kämpfen die Mitglieder der Ortswehren Warfleth, Hekeln, Berne und Weserdeich gegen die Flammen an. Doch nach einer knappen Stunde steht fest: Die Truppenstärke reicht nicht. Weil keine Atemschutzgeräteträger mehr zur Verfügung stehen, ruft Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp auch noch Mitglieder der Ortswehren Neuenkoop und Köterende zu Hilfe. In der Folgezeit werden zudem Kameraden der Ortswehren Lemwerder und Elsfleth alarmiert.

Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. Ein Stahltrapezblech zwischen dem Kindergarten und der direkt angrenzenden Turnhalle schirmt das Feuer ab, verhindert ein Löschen der Flammen. Als die Einsatzkräfte mit Unterstützung eines Baggers beginnen, die Dachplatten hochzureißen, breitet sich das Feuer allerdings schlagartig aus. Plötzlich geschieht, was alle hatten verhindern wollen: Die Flammen greifen auf die – wie der Kindergarten erst vor wenigen Monaten sanierte – Turnhalle über. Wie ein Hohn wirkt ein großes Bauschild, mit der Aufschrift „Wir bauen Zukunft“.

Das Feuer hat die Geräteräume der Turnhalle sowie das im Eingang des Sportkomplexes gelegene Vereinsheim des Turn- und Sportvereins (TuS) Warfleth jetzt voll im Griff. Für die Einsatzkräfte gilt es nur noch, ein Übergreifen auf die zweite, größere Sporthalle zu verhindern. Erst vor rund zwei Jahren waren im Berner Zentrum zwei Schulturnhallen einer Brandstiftung zum Opfer gefallen.

Die Ursache dieses Brandes ist nach Auskunft einer Polizeisprecherin noch ungeklärt. Ein Anwohner berichtet, gegen vier Uhr, also rund 20 Minuten vor der Entdeckung des Feuers, einen Knall gehört zu haben. Ein Brandursachenermittler der Polizei ist bereits während der Löscharbeiten vor Ort. Er wird in der kommenden Woche allerdings noch einmal wieder kommen, und die Ruine genauer untersuchen.

Auch Gansper Bürger sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung und der Sportvereine zieht es zum Ort des Geschehens. Während Mitglieder der Johanniter Unfallhilfe und des DRK Lemwerders Brötchen um Brötchen schmieren und eine Kanne Kaffee nach der anderen kochen, um die Feuerwehrleute bei Kräften zu halten, begutachten die Funktionäre die Sporthallen. Die große Halle hat es weniger schlimm erwischt. Sie scheint nur stark verqualmt zu sein. Die kleine Turnhalle steht knöcheltief unter Wasser. Löschwasser, das vom Dach tropft. Gerade erst war die Halle mit Mitteln des Konjunkturpakets saniert worden.

„Jetzt kann man die eigentlich nur noch abreißen“, glaubt nicht nur der TuS-Vorsitzende Werner Harwarth, sondern auch Vertreter der Feuerwehr. Schlechte Zeiten kommen auf die Eltern der Kindergartenkinder zu. „Wir können keinen Notbetrieb anbieten“, bedauert Verwaltungsmitarbeiter Michael Heibült. Jetzt sei die Kreativität der Eltern gefragt. Heibült hofft allerdings, dass Schüler und Kindergartenkinder nach den Herbstferien in den Räumen der Grundschule zusammen rücken können.



Feuerwehr Hekeln auf Besichtigungstour

 In Burgdorf Vorführung besucht – Neues Fahrzeug gewünscht
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Auf Besichtigungstour: Mitglieder der Feuerwehr Hekeln, der Gemeindeverwaltung und Politik in Burdorf.

Berne - Unter der Führung von Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp nahm eine Delegation der Gemeinde Berne auf Initiative der Gemeindeverwaltung an der Vergleichsvorführung von Feuerwehrfahrzeugen bei der Kommunalen Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) in Burgdorf bei Hannover teil.

Neben dem Gemeindebrandmeister machten sich der stellvertretende Gemeindebrandmeister Peter Hävecker, Fachbereichsleiter Michael Heibült von der Gemeindeverwaltung, Ortsbrandmeister Detlef Dierßen und seine Stellvertreterin Inge Niekamp von der Freiwilligen Feuerwehr Hekeln, der Feuerwehrausschussvorsitzende Jürgen Ahrens und der CDU Fraktionsvorsitzende Karl-Ernst Thümler ein Bild über die in Burgdorf vorgestellten Fahrzeuge. Der Grund: Für die Feuerwehr Hekeln soll es bald eine Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF-W) geben.

Das Fahrzeug wird nun nach den Anforderungen der Feuerwehr ausgeschrieben. Dem Rat der Gemeinde Berne wird nach der Ausschreibung ein Beschaffungsvorschlag unterbreitet

 


Viel Lob für drei „Urgesteine“

Ehrung Walter Pieper, Heinz Frerichs und Heino von Essen 70 Jahre in der Wehr 

Kreisbrandmeister Werner Zirk zeichnete die drei altgedienten Kameraden aus. Seit sieben Jahrzehnten engagieren sie sich für das Gemeinwohl.

von Renate Detje (Nordwestzeitung)
 

Hekeln - Als ein denkwürdigen Ereignis bezeichnete Kreisbrandmeister Werner Zirk die Ehrung von drei Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hekeln. Für jeweils 70-jährige Mitgliedschaft wurden bei einer Feierstunde Hauptfeuerwehrmann Walter Pieper, Oberlöschmeister Heinz Frerichs und in Abwesenheit Ehrenortsbrandmeister Heino von Essen mit einer Urkunde sowie einem Abzeichen ausgezeichnet.

Bürger können dankbar sein
„Wir haben es diesen Urgesteinen zu verdanken, dass unsere Feuerwehren im Landkreis so gut aufgestellt sind“, sagte Zirk. „Unser positives Image haben wir solchen Persönlichkeiten zu verdanken, die den guten Geist der Feuerwehr an die Jugend übertragen. Denn nur dadurch haben wir flächendeckend so gute Feuerwehren. Da können unsere Bürger dankbar sein“, betonte der Kreisbrandmeister in seiner Laudatio.

Heino von Essen, der der Feierstunde aus gesundheitlichen Gründen fern bleiben musste, wurde als vorbildlicher Kamerad gelobt, dem es immer ein besonderes Anliegen gewesen sei, die Interessen der Jugendfeuerwehr zu vertreten. Lange Zeit führte er die Geschicke der Hekelner Wehr als Ortsbrandmeister. Seine „vorbildliche Haltung“ und seine „hervorragend gepflegte Kameradschaft“ waren ausschlaggebend, ihm den Titel des Ehrenortsbrandmeisters zu verleihen.

Heinz Frerichs trat bereits mit 15 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr ein. „Es war ein Muss. Wir wurden zur Feuerwehr-Hitlerjugend verpflichtet. Wir waren für Brandeinsätze in Bremen vorgesehen“, erinnert sich der 84-jährige. Nach dem Krieg arbeitete er 15 Jahre bei der Werksfeuerwehr der Firma Weser-Flugzeugbau in Lemwerder, bevor er zur Gemeinde Ganderkesee wechselte. Als Gruppenführer in Hekeln gab er sein Wissen an junge Kameraden weiter.

Erinnerung an Moorbrand
Seinen Gestellungsbefehl bereits in der Tasche hatte der damals 20-jährige Walter Pieper. Seine Tätigkeit im Bootsbau für das Heer sowie sein Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr bewahrten ihn zunächst vor einem Kriegseinsatz. Er brachte sein Wissen als Fahrer und Maschinist in das Feuerlöschwesen ein. Der heute 90-Jährige wechselte erst mit 63 Jahren in die Altersabteilung: „Es war ja tagsüber kein Fahrer da“, erinnert er sich.

Neben den vielen anderen Einsätzen erinnern sich Heinz Frerichs und Walter Pieper noch ganz genau an den großen Moorbrand an der Wildbahn von 1959. Bürgermeister Franz Bittner sagte in seiner Laudatio: „Die Gemeinde kann stolz sein, dass sie Bürger hat, die sich in sieben Jahrzehnten ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagiert haben.